Bewusst Leben

Geschrieben von Melanie Rüter und Marion Lindhof

Melanie:

Leben wir unser Leben wirklich bewusst oder rennen wir durch den Tag?

Wie kann es sein, dass ein todkranker Mensch seine Zeit genießt, jede Minute auskostet und lebensfroh ist?

Für gesunde Menschen ist das unfassbar. Wie kann ein kranker Mensch Lebensfreude haben, obwohl er weiß, dass er bald stirbt?

Glauben wir tatsächlich, dass wir ewig leben?

Vielleicht haben wir im Moment das große Glück gesund zu sein, allerdings kann sich dieser Zustand in jeder Minute und zu jeder Zeit ändern!

Die Menschen hetzen und jagen durch ihr Leben. Sie wollen immer mehr und geben sich selten mit dem zufrieden, was gerade jetzt in Erscheinung tritt. Statt den Augenblick zu genießen, rasen sie in rasantem  Tempo durch ihr Leben.

Glauben diese Menschen wirklich, dass sie ewig leben?

Immer wieder höre ich, wie gesagt wird: "Es ist noch Zeit, ich verschiebe auf Morgen oder wenn ich erst in Rente bin, erfülle ich mir meinen Traum".

Doch wie viele Menschen erfüllen sich niemals ihre Wünsche, weil sie es gar nicht mehr schaffen?

Jeder Tag wird hart gearbeitet und Geld verdient, um sich irgendwann einmal etwas "Schönes" kaufen zu können oder die ersehnte Fernreise leisten zu können.

Vielleicht ist es auch das Hobby, wozu im Moment einfach keine Zeit ist.

Diese Menschen leben ständig im Mangel, ohne zu bemerken, dass ihnen die Zeit davonrennt. Was sind schon 10 Jahre?

Sollten wir nicht das Bewusstsein haben, dass wir alle irgendwann sterben werden?

Wie viele sterben gesund und "plötzlich"? Ich kann nur hoffen, dass sie am letzten Tag zurückschauen und sagen können: "Ich habe meine Träume gelebt und die Momente genossen!"

Jede Minute unseres Lebens kann es vorbei sein! Jede..... ganz gleich, in welcher körperlichen Verfassung wir uns gerade befinden.

Ist die Lebensuhr erst einmal abgelaufen, können wir nichts mehr nachholen.

 Leben wir unser Leben bewusst mit dieser Gewissheit zu sterben?

Werden wir von unseren Alltagsängsten gelähmt?

Ich habe diese Erfahrung machen dürfen und danke meinem Leben heute dafür! Als ich 25 Jahre alt war, verlor ich meinen Vater. Das war damals ein riesengroßer Schock. Er starb einfach so....... mit 50 Jahren.

Ich war damals wütend und ohnmächtig und verstand es überhaupt nicht.

Heute bin ich sehr dankbar dafür, denn so konnte ich mein Leben ändern und mir sehr bewusst machen, dass auch ich in jeder Minute sterben könnte. Dieses Bewusstsein begleitet mich Tag für Tag, darum bin ich mutig und mache Dinge,

die für andere manchmal sehr verrückt erscheinen.

Dinge zu tun, die Spaß machen, auch wenn die Mitmenschen die Köpfe schütteln, egal, was soll`s....... ich kann es den anderen eh nicht recht machen, sondern nur mir selbst!

Jeden Tag stehe ich auf und frage mich: "Was möchtest du heute tun?" Und ich weiß, ich muss es heute tun, denn morgen kann es zu spät sein.

Nun fragen sich bestimmt einige, ob ich krank bin?

NEIN, ich bin kern gesund. Aber ich habe das Bewusstsein für den Tod, der zu jeder Minute um die Ecke kommen kann.

Ich wünsche allen Menschen, den Mut zu haben das Leben zu leben, damit am Ende die eigene Rechnung aufgeht!

Herzlichst

Melanie Rüter

 

Marion:

Ich war sehr gerührt als mir mein, damals 17 jähriger Sohn ein Video vorspielte. Steve Jobs hielt eine Rede vor Studenten und gab ihnen Tipps und Ratschläge für ihr Leben mit auf den Weg.

Eine entscheidende Empfehlung bestand darin, sich jeden Morgen, nach dem Aufstehen, vor den Spiegel zu

stellen und sich zu fragen, ob man genau das tun würde, was man vor hat zu tun, wenn man wüsste, dass es der letzte Tag wäre.

Steve Jobs hat nach diesem Prinzip gearbeitet und sogar sehr erfolgreich. Er hat sich nicht für andere Menschen verbogen, sondern seinen Traum gelebt.

Ich bin auch sehr lange durchs Leben gehetzt, auf der ständigen Suche nach Anerkennung. Doch das Glück währte immer nur sehr kurz.

Es anderen recht machen zu wollen, gelingt selten und ich habe mich dabei selbst verloren. Indem ich zu anderen "Ja" sagte, entsprich das oft einem "Nein" zu mir selbst.

Manchmal bekam ich ein Lob. Ja, das war natürlich toll und ich freue mich über Anerkennung auch heute noch. Doch inzwischen habe ich gelernt, dass ich mich nur selber glücklich machen kann.

Ich kann stolz auf mich sein, wenn ich mir selbst Träume und Wünsche erfüllen kann und dabei nach meiner Facon lebe.

Morgen schon kann alles vorbei sein. Ich weiß, dass ich materielle Dinge nicht mitnehmen kann, wenn ich einmal sterbe. Ich weiß auch nicht, wie viel Zeit mir noch bleibt. Also ist es doch das Beste, wenn ich

mein Leben so lebe, wie es mir Spaß macht. Auch wenn andere mich für verrückt halten, ist das ihr Problem und nicht meins.

Ich stelle mir vor, dass mein Leben auf dem Sterbebett nochmals an mir vorbeizieht. Es wäre sehr traurig, wenn es viele ungeachtete Momente oder ungenutzte Augenblicke geben würde.

Es würde mich unendlich traurig machen, wenn ich Chancen nicht genutzt hätte oder aus Angst vor Verlust oder Versagen nicht das ein oder andere Wagnis eingegangen wäre.

So geht es mir besser und ich fühle mich fit und gesund. Ich genieße meine Zeit und richte mir mein Leben so ein wie es mir gefällt. Ich umgebe mich mit den Menschen, die mir gut tun und die ich liebe. Pessimisten oder Nörgler kehre ich den Rücken zu.

Ich lebe nicht für andere, sondern nur für mich selbst. Das heißt nicht, dass mir Nächstenliebe oder Hilfsbereitschaft abhandengekommen sind. Ganz im Gegenteil:

Nur wenn ich mich selbst anerkenne, kann ich auch anderen helfen. Ich muss mich nicht erhaben über sie stellen, sondern kann sie so akzeptieren , wie sie sind. Jeder Mensch ist etwas ganz Besonderes und jeder Mensch sollte sein Glück finden.

Für mich habe ich ein paar Regeln aufgestellt. Allerdings sind das ausschließlich meine Regeln, die mich glücklich machen und mich mein Leben genießen lassen.

Jeder definiert Glück oder Erfolg anders. Jeder hat andere Ansprüche an das Leben.

 

Die Menschen reden immer - so oder so zerreißen sie sich das Maul. Ich kann es nicht allen recht machen, aber wenigstens mir selbst.

Gesundheit kann ich mir mit keinem Geld der Welt kaufen. Wenn ich gesund bin, bedeutet das für mich das pure Glück, sozusagen Glück in Tüten.

Vorbilder sind bestimmt gut und können zu neuen Ideen anregen. Doch ich richte mir mein Leben nie nach fremden Maßstäben ein. Ich will keine Kopie sein, sondern einfach mein eigenes ich ausleben.

Das Leben ist kein Film, es ist leicht, sich unterhalten zu lassen. Jedoch ist es weitaus interessanter, wenn ich selbst mitspiele und die Story selbst beeinflussen kann.

alles, was es dazu braucht, ist den eigenen Hintern von der Couch zu erheben und zu starten.

Es muss nicht alles perfekt sein.

Es gibt immer Anlässe, das Leben oder den Moment zu genießen. aus jeder Niederlage oder jedem Verlust lässt sich etwas Positives ziehen. Wenn ich genau schaue und nicht hetze, sehe ich viele dieser schönen Augenblicke.

Ich umgebe mich nur noch mit Optimisten. Pessimisten rauben mir meine Energie. Besonders schlimm finde ich die sogenannten "Saubermänner", die nach außen "Hui" und innen "Pfui" sind.

Natürlich gehören auch Aufgaben zu meinem Leben, die ich nicht so gern erledige. Doch schaffe ich mir zur Pflicht immer wieder genügend Freiraum , um mein Leben bunter zu gestalten.

 

Früher dachte ich, dass sich Glück vor allem aus Reichtum und viel Besitz zusammensetzt. Heute weiß ich, dass Geld nichts mit Glück und Zufriedenheit zu tun hat.

Ihre

Marion Lindhof

 

 

 

 

 

 

 

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